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Über Michel


Webseite: http://mtb.michaelsimm.de
Michel hat bisher 21 Artikel geschrieben, die Du hier lesen kannst:


Zurück auf Null

aus Gründen…

vermeldet der Michel, dass er gestern seinen Tacho genullt und seine Saison 2012 mit einer Fahrt auf den Pionierstein eröffnet hat.

Das Beweisfoto wird nachgeliefert, sobald der Umzug dieser Seiten abgeschlossen ist. Und wenn Ihr mir in der Zwischenzeit Eure Bilder aus Schnee, Eis & Matsch zukommen lasst, machen wir daraus eine schöne Bildergalerie…

Nachlese zur Challenge 2011

Da fehlt doch was – mag sich manch einer gesagt haben, als er unsere letzte Bildergalerie zum Rennen 2011 gesehen hat. Und in der Tat hat nicht nur unser Holgi fleißig vom Straßenrand fotografiert, sondern auch Papa Pille. Auf dem Arm Tochter Friederike und in der anderen Hand die Kamera hat er es geschafft, nicht nur bei Start und Ziel dabei zu sein, sondern zwischendurch auch noch ´mal eben zum Brandecklindle hoch zu düsen, wo er so manch einem noch den letzten Kick gegeben hat. Danke dafür – Pille! Und hier sind Deine Bilder:

Zurück aus der Sommerfrische hat auch die Abteilung Buchhaltung inzwischen ihre Hausaufgaben gemacht. Soll heißen, dass der Michel versucht hat, die Daten aller unserer 17 FahrerInnen festzuhalten, die bei der Challenge 2011 dabei waren. In alphabetischer Reihenfolge waren das: Achim, Daniel, Frank, Gerardo, Grillo, Jost, Kai, Leon, Manu, Marcel, Mario, Michel, Philipp, Silvio, Takis, Uli und Walter. Applaus, Applaus, Applaus. Auf den folgenden Bildern seht ihr sowohl die Zeiten aus 2011, als auch die aus den Vorjahren. Außerdem bereiten wir gerade eine “Hall of Fame” vor, in der ALLE unsere FahrerInnen, Fans und Unterstützer gewürdigt werden sollen. Falls Ihr dazu Eure Schnappschüsse beitragen wollt, schickt sie doch einfach dem Michel an die bekannte Adresse. Jetzt aber erst Mal die versprochenen Ergebnisse:

Für alle, die diesmal nicht dabei sein konnten, haben wir hier auch noch einen schönen Link gefunden: bikeholic1 (was immer sein richtiger Name sein mag) ist nämlich die 48-Kilometer-Strecke mit einer Helmkamera gefahren und hat die 14-minütige Aufnahme ins Internet gestellt. Leider konnte der Michel sie hier nicht einbetten, deshalb müsst ihr Euch zu YouTube durchklicken, und das ganze unter http://www.youtube.com/watch?v=2gHdkfs_JCs anschauen.

Powered by Party, Pasta & Friends

Hey, hey, hey!

Das ging ja mal wieder richtig ab. Gepowert von Piratenmucke & Leckerpasta, geschmückt mit Strahle-Leibchen und angetrieben von unserem Fanclub haben wir es zum sechsten Mal in Folge geschafft, die hiesigen Hügel im Rennmodus unter die Räder zu nehmen. Haben uns fast die Seele aus dem Leib gestrampelt, prima Zeiten hingelegt und allen gezeigt, wo Bartel den Moscht holt, wo der Hammer hängt, wo der Papst im Kettenhemd boxt, wo Strauss-Kahn die Sau ´rauslässt – na ihr wisst schon…

Toll auch, dass Elke und Sebastian uns nach dem Rennen wieder aufgepäppelt und den Elektrolythaushalt wieder hergestellt haben. So kann das Mountainbike-Team 361 Grad weiter expandieren wie die Deutsche Bank und hat längst schon Basecamps, Außenstellen und Fans weit jenseits von Offenburg vorzuweisen: Ob in Rammersweier oder Zell-Weierbach, in Gengenbach oder Ichenheim, in Heidelberg, Frankfurt oder Düsseldorf – selbst auf Malle, in den Alpen und sogar in den Rockies waren unsere Trikots schon zu sehen.

So haben wir es vor lauter Begeisterung (und Durst) in diesem Jahr doch glatt verpasst, unser Teamfoto zu erneuern. Nur gut, dass Holger sich für uns geklont hat und gleich drei Mal am Straßenrand stand, um diese tollen Bilder unserer Helden aufzunehmen:

Die Copyright-Vermerke hat übrigens der Michel in die Bilder hinein geschraubt. Wer sein Bild im Original (ohne Vermerk & in höherer Auflösung) mag, möge sich bitte direkt an Holgi wenden, um einen vollständigen Zusammenbruch des DSL-Netzes in Ichenheim zu vermeiden ;-)

Rocken, Radeln & Genießen

(Offenburg) „Gerüchte, wonach das Mountainbike-Team 361 Grad still und heimlich verschieden sein soll, sind allesamt frei erfunden und wurden lediglich von der bösen Konkurrenz ausgestreut, weil sie neidisch sind auf unsere Trikots, unsere Fahrräder, unsere Frauen bzw. Männer, auf unsere haarigen Brüste und glatt rasierten Beine, auf unsere Fans und unseren Verein, auf unsere Musik und unsere Parties, auf unsere Pasta-Party und den After-Race-Event und überhaupt auf alles.“ Dies erklärten heute auf einer spontan einberufenen Pressekonferenz einstimmig mehrere Vertreter der Gute-Laune Truppe.

„Totgesagte leben länger“, erläuterte dazu Axel G., während Silvio K. zugab: „Isch ´abe nur so getan, als ´ätte isch gar kein Fahrrad.“ Statt als auffälliges, gelb gekleidetes Peloton durch den Wald zu strampeln, hätten die Mitglieder des Teams 361 Grad heimlich einzeln und in kleinen Gruppen trainiert. Auch dass gleich mehrere FahrerInnen den Teamnamen bei der Anmeldung nicht angegeben haben sei eine List gewesen, um die Konkurrenz zu täuschen, sagte Michel S. Er erwarte, dass weitere KandidatInnen sich noch in letzter Minute anmelden würden. „Das machen wir nämlich immer so. Ätsch.“

Zum Beweis, dass beim Mountainbike-Team 361 Grad nach wie vor die Post abgeht, wird am kommenden Freitag, dem 6. Mai ab 22:30 im Spitalkeller Offenburg wieder eine Spezial-Tanzbar mit DJ Pirat stattfinden. Der Eintritt ist frei und eingeladen sind natürlich nicht nur Mountainbiker und solche die es werden wollen, sondern alle, die gerne zu richtig guter Rockmusik abtanzen und einen Haufen nette Leute treffen möchten.

Begrüßt werden die Besucher von Gerardo C. dem womöglich charmantesten und auf jeden Fall härtesten Mountainbiker, den das Team 361 Grad zu bieten hat. Gleichzeitig findet an diesem Abend die offizielle Vergabe der Trikots statt, die dank der Unterstützung des Vereins für Fahrer nur 10 Euro kosten werden (für Supporter 40 Euro) und nach unermüdlichem Einsatz der Grafik-und-Designabteilung ihre Träger erstrahlen lassen wie die aufgehende Sonne…

Verständlicherweise wird der Samstag danach für die Erholung gebraucht, doch ist für den Sonntag eine Trainingsrunde entlang der Rennstrecke vorgesehen, die um 10:00 am Sportplatz in Rammersweier beginnt und die je nach Lust, Form und Laune entweder 32, 48 oder 63 Kilometer mit 820, 1300 oder 1800 Höhenmeter umfassen wird.

Das größte Ereignis vor dem Rennen ist die Pastaparty. Sie findet dankenswerter statt bei Regina und Kai in Rammersweier am Samstag, dem 14. Mai um 19:00. Barbara, Beate und Regina werden für uns den Kochlöffel schwingen und dafür sorgen, dass wir am nächsten Tag über die Berge fliegen wie nix Gutes. Da so viele hungrige Mäuler  aber selbst für die begnadetsten Köchinnen nicht alleine zu stopfen sind, ist erstens eine Anmeldung erforderlich bei Regina und zweitens sind alle TeilnehmerInnen gebeten, noch ein Gericht mitzubringen. Da ein Großteil des Teams ja auch auf diesem Gebiet intensiv trainiert hat, wird die Konkurrenz einmal mehr bei ihrer Spagetti-Massen-Pampe wünschen, sie wären beim Team 361 Grad…

Voraussichtlich wird es nach dem Rennen auch wieder ein gemeinsames Essen geben. Details dazu gibt es demnächst per Newsletter und auf dieser Webseite

Radeln vertreibt Depressionen

Mountainbiken im Frühling - Ein tolles Antidepressivum

Jutta, Olaf und Michel, die am vergangenen Sonntag durch den dunklen Tann und die duftenden Obstwiesen gestrampelt sind, um schließlich auf Schloss Staufenberg mit Riesling und Flammkuchen die grandiose Aussicht zu genießen haben´s gleich gemerkt: Diese Aktion hat Spaß gemacht und schreit nach einer Wiederholung. Und wie zur Bestätigung flattert uns da eine Pressemitteilung der Universität Freiburg ins Haus, die wir hier gleich ´mal präsentieren wollen:

Ausdauersport wie Radfahren, Joggen oder Schwimmen hilft bei wiederkehrenden Depressionen. Jedenfalls berichten Sportlerinnen und Sportler immer wieder davon, dass sich ihre Stimmung durch Ausdauersport aufhellt und stabilisiert. „Auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Ausdauersport einen antidepressiven Effekt bei gesunden Menschen hat“, bestätigt Dr. Tobias Freyer von der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. „Auch bei depressiven Patienten gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Studien, welche antidepressive Effekte von sportlichen Interventionsprogrammen suggerieren.“

Manche Forscherinnen und Forscher argumentieren sogar, dass Ausdauersport pharmakotherapeutischen Behandlungen gleichwertig, wenn nicht überlegen sei. „Diese Aussagen sind sehr vorsichtig zu beurteilen“, sagt Dr. Freyer, häufig würden diese Studien wichtige wissenschaftliche Standards nicht erfüllen. Allerdings gebe es Hinweise darauf, so Dr. Freyer, „dass körperliches Training eine bessere Wirksamkeit bei leichten und moderaten depressiven Episoden hat und eine schlechtere bei schweren depressiven Episoden.“ Und: „Das Alter der Patientinnen und Patienten scheint keinen Einfluss zu haben. Es existieren positive Studienergebnisse für alle Altersgruppen.“

Leichtsinnig, aus dem Bauch heraus und höchst unwissenschaftlich übersetzt der Michel den vorherigen Absatz mal mit: “Wenn Ihr mies drauf seid, geht radeln. Wenn Ihr richtig Scheiße drauf seid, geht zum Arzt”, um nun wieder dem Mediziner das Wort zu überlassen:

Die genauen antidepressiven Wirkmechanismen von Ausdauersport sind zwar noch weitgehend unbekannt, aber wahrscheinlich gibt es viele Ursachen dafür: angefangen bei einer erhöhten Zuwendung durch Therapeutinnen und Therapeuten oder Mitpatientinnen und Mitpatienten während eines strukturierten Trainingsprogramms, einer Förderung der Sozialkontakte und der sozialen Interaktionsfähigkeit, weil sich mit der körperlichen Leistungsfähigkeit auch das Selbstbewusstsein verbessert, bis hin zu einer veränderten Ausschüttung von Hormonen wie Cortisol oder einer Veränderung von neuronalen Prozessen. So konnten jüngst etwa Forscher der Universität Tübingen nachweisen, dass der Nervenwachstumsfaktor BDNF, der bei depressiven Patientinnen und Patienten zu niedrig ist, bei Ausdauersport verstärkt ausgeschüttet wird.

Das ist gut. Die Sache mit der “erhöhten Zuwendung durch Therapeutinnen und Therapeuten oder Mitpatientinnen und Mitpatienten während eines strukturierten Trainingsprogramms”. Also mit uns Radlkollegen. Ob wir uns dabei als Therapeuten oder als Patienten fühlen müssen wagt der Michel zu bezweifeln, aber ein geiles Gefühl isses schon, wenn der BDNF durchs Hirn strömt … Erkenntnisse, welche Sportart am besten gegen Depressionen hilft, gibt es laut Dr. Feyer übrigens nicht: “Ob nun Ausdauertraining besser als Krafttraining oder Radfahren besser als Laufen ist – bislang konnte kein überlegenes Verfahren identifiziert werden“, sagt er und rät: Einfach ausprobieren, was für einen selbst am besten ist!

Grillo lädt ein

Papa ist zwar im Stress, hat aber dennoch ein paar Stunden frei geschaufelt und gestern im Durbacher Hof die folgende frohe Botschaft verkündet:

Sonntag 10 Uhr ab Reithalle für plusminus 1000 hm. Wer Lust hat und nicht vom Pirat geschändet wurde…

Dem haben wir nichts hinzu zu fügen außer der Wettervorhersage: Laut Wetter.info (Stand Freitag 9:00) soll es weitgehend sonnig und trocken werden, aber ziemlich kalt. Genauer: Zum Start der Tour etwa 4 Grad, um die Mittagszeit soll dann die Tageshöchsttemperatur von 9 Grad erreicht werden und bis 16 Uhr anhalten. Da uns nicht entgangen ist, dass sich das Wetter und die Wettervorhersage gelegentlich verändert, haben wir außerdem als neuen Service die aktuellen Daten auf unseren Seiten eingeblendet. Sie kommen übrigens von Google und sind kostenlos.

Die erste Anmeldung für 2011

Herzlichen Glückwunsch, Manuela! Wie ein Blick auf die Teilnehmerliste zeigt, bist Du die Erste aus unserem Team, die sich für die Mountainbike Marathon Challenge 2011 angemeldet hat! Ich neige demütig mein kahles Haupt und bin gespannt, wer unsere flotte Mama auf der 48 Kilometer-Strecke begleiten wird. Hier schon ´mal die wichtigsten Daten für alle, die auch in diesem Jahr wieder mit dabei sein wollen:

  • Das Rennen findet statt am Sonntag, dem 15. Mai 2011.
  • Streckenlängen und Höhenmeter sind offenbar wie in den Vorjahren 32/860, 48/1400, 63/1800 und 84/2600
  • Die Anmeldegebühr beträgt aktuell 50 Euro (ob´s wieder teurer wird bei späterer Anmeldung ist der Webseite nicht zu entnehmen)
  • Vom Veranstalter gibt ein Trikot dazu, das natürlich im Vergleich zu unserem jämmerlich abkackt.
  • Auf vielfachen Wunsch werden wir auch in diesem Jahr wieder “offizielle” gemeinsame Ausfahrten veranstalten, die erste voraussichtlich am kommenden Wochenende.

Das Fahrrad ist wurscht

Oha – das wird unseren Silvios, Hermännern, Pilles und Gerardos aber gar nicht gefallen: Da behauptet doch so ein englischer Hobby-Biker und Möchtegern-Wissenschaftler, dass es überhaupt gar keinen Unterschied macht, ob man sich für 60 Euro ein gebrauchtes und schweres Billig-Fahrrad kauft, oder ob man den 20-fachen Betrag anlegt für ein leichtgewichtiges Carbon-Teil. Zumindest auf dem 43,5 Kilometer langen Weg zur Arbeit und zurück war Dr Jeremy Groves mit beiden Rädern praktisch gleich schnell unterwegs.

“Die Insider hatten erwartet, dass ich mit dem neuen Fahrrad 10 Prozent schneller wäre”, erklärt Groves in der Fachzeitschrift British Medical Journal und fügt hinzu, dass auch er davon ausgegangen sei, mit dem Carbon-Rad im Nu bei der Arbeit zu sein. Zwar habe er mit dem neuen Rad tatsächlich an einem sonnigen Morgen einen neuen Rekord aufgestellt und die einfache Strecke in 43 Minuten geschafft. Dann aber musste er wegen eines Platten nochmals auf sein altes Stahlbike zurück greifen – und stellte fest, dass er mit 44 Minuten fast gleich schnell war wie mit dem Carbon-Rad.

Da Dr. Jeremy Groves nicht nur ein begeisterter Biker ist, sondern auch ein Wissenschaftler, entschloss er sich zu einem Experiment, über das er nun in der medizinischen Fachzeitschrift  berichtet. “Bicycle Weight and Commuting Time: Randomized Trial”, heißt der Artikel, dem die Einzelheiten zu entnehmen sind: 13,5 Kilogramm wog demnach das Billigfahrrad mit dem Stahlrahmen gegenüber 9,5 Kilogramm für das Carbon-Teil. Im “Studienzeitraum” zwischen Mitte Januar und Mitte Juli 2010 fuhr Groves nach dem Zufallsprinzip mal mit dem einen, mal mit dem anderen Fahrrad von Sheffield nach Chesterfield zur Arbeit und zurück – je nachdem ob eine Münze, die er warf, Kopf oder Zahl zeigte.

Das Ergebnis dürfte die Fans von Edelbikes ernüchtern: Für die 30 Hin- und Rückfahrten mit dem schweren Gebrauchtrad benötigte der fitte Doktor durchschnittlich eine Stunde, 47 Minuten und 48 Sekunden. Mit dem 30 Prozent leichteren Carbonrad brauchte er im Mittel eine Stunde, 48 Minuten und 21 Sekunden. Die Höchstgeschwindgkeit hatte auf beiden Rädern 58 km/h betragen und weiterhin informiert uns der Kollege mit trockenem britischem Humor: “Die langsamste Fahrt war mit dem Carbonrad in heftigem Schneetreiben (2:03:20), die schnellste auf dem Stahlrad als direktes Ergebnis einer Wettfahrt mit einem fitten Kollegen (1:37:40)”.

Bevor Ihr nun diese hochwissenschaftlichen Erkenntnisse mit einem verächtlichen “Flachlandradler” beiseite wischt möchte ich noch hinzu fügen, dass Dr. Groves auch das Höhenprofil seiner Strecke veröffentlicht hat und auf seinem Arbeitsweg eine Differenz von beachtlichen 843 Metern überwinden musste. Was, wie wir alle wissen, ja so ungefähr der Strecke Offenburg – Moosturm und zurück entspricht. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass der Typ nicht einmal Klickpedale hatte?

“Das Ergebnis ist im Widerspruch mit der gefühlsmäßigen Annahme, dass weniger (Fahrrad-) Gewicht mehr Geschwindigkeit bedeutet”, schreibt Dr. Groves süffisant und begibt sich sogleich auf die Suche nach einer Erklärung. Obwohl der Gewichtsunterschied zwischen den beiden Fahrrädern 30 Prozent betrug, dürfe man den Radler nicht vergessen und in seinem Fall habe das Gesamtgewicht sich nur um vier Prozent unterschieden. Zwar könne man mit einem leichten Fahrrad natürlich schneller den Berg hinauf fahren und brauche mit dem Stahlbike etwa fünf Prozent mehr Energie. Diese Energie aber wird zum Teil konserviert und begünstigt bergab den Fahrer mit dem schwereren Rad. Der größere Rollwiderstand erfordere für das Stahlrad gerade einmal 1,2 Watt zusätzliche Energie, die theoretisch bessere Beschleunigung des Carbonrades käme nur bei häufigen Geschwindigkeitswechseln zum tragen und die Überwindung des Luftwiderstandes sei zwar ein wichtiger Faktor, allerdings unabhängig von der Masse (er steigt proportional mit dem Quadrat der Geschwindigkeit).

An diesem Punkt der theoretischen Erwägungen sind wahrscheinlich bis auf Kai alle unsere Biker längst eingeschlafen, sodass es Zeit wird für die Moral von der Geschicht: “It´s not about the bike” hat bereits Lance Armstrong gesagt. Ob der siebenmalige Toursieger damit seinen Ärzten oder der Pharmaindustrie danken wollte, lasse ich mal dahin gestellt. Der Schlussfolgerung des Dr. Groves aber kann wohl keiner widersprechen: “Auch wenn ein neues, leichtgewichtiges Fahrrad äußerst attraktiv ist, so verspricht doch eine Gewichtsreduktion des Fahrers den größeren Nutzen bei geringeren Kosten”.

P.S.: Wer einen Sinn für englischen Humor hat und ausreichend Zeit, dem seien die Leser-Kommentare zu Dr. Groves Studie wärmstens empfohlen.

Loblieb vom einsamen Helden

Voll krass, dieser Gerardo. Noch keine drei Jahre ist es her, dass er sich ein Mountainbike gekauft hat, und jetzt fährt er mit bei der Trans Schwarzwald 2010. Wer glaubt, dass er beim Offenburger Rennen Großes geleistet habe, weil er 30, 42 oder auch 65 Kilometer durchgehalten hat, sollte sich mal die Streckeninfo ansehen. Am ersten Tag ging es von Sasbachwalden nach Bald Wildbad. 73 Kilometer und 2480 Höhenmeter. Nach fünf Stunden und acht Minuten war Gerardo im Ziel mit einem Schnitt von 14,5 Km/h – und hat dabei ein halbes Dutzend Leute abgehängt. Ganz zu schweigen von denen, die bei diesem Pisswetter gar nicht erst angetreten sind oder es nicht ins Ziel geschafft haben. Dominik Bloesch, der uns auch schon ´mal bei unseren Ausfahrten beehrt hat, und dem wir ebenfalls kräftig die Daumen drücken, kam übrigens auf Platz 18 in der Gesamtwertung. Seinen Schnitt von über 25 km/h bei diesen Bedingungen erreicht wohl manch einer von uns Normalradlern nicht einmal, wenn man die Berge wegplanieren würde.

Wie es gestern beim Rennen aussah, zeigen einige Bilder zum Event von A. Küstenbrück und die Daily News des Veranstalters. Und während Beate und Grillo als Minidelegation unserer Truppe nach Freudenstadt gefahren sind, um Gerardo anzufeuern, warten wir hier im halbwegs sicheren Flachland noch gespannt auf das Ergebnis der zweiten Etappe. Die ging heute, wo man keinen Hund vor die Tür schicken würde, von Bald Wildbad bis Freudenstadt. 76 Kilometer mit 2700 Höhenmetern. Wahrscheinlich auch noch stromaufwärts und immer gegen die fiesen Sturmböen, die der Wetterdienst vorher gesagt hat.

Wer diese Geschichte mitverfolgen will, sollte in dieser Woche noch ´mal reinschauen, den wir wollen weiter von unserem einsamen Helden berichten. Außerdem könnt Ihr Euch bei Facebook einklinken, die Tweets reinziehen des Teams von Bull oder auch die Zeitschrift Mountainbike besuchen, die eine eigene Seite zum Event eingerichtet hat. Und im Fernsehen wird es eine einstündige Zusammenfassung geben bei Sport1 (ehemals DSF) am Mittwoch, dem 25. August um 17.30 Uhr und (als Wiederholung) am 28. August um 10:15.

Weitere Informationen:

100 Kilometer in drei Tagen

“Mal sehen ob ich das noch schaffe”, hat er gesagt, der Grillo. Wenn er nämlich rechtzeitig zurück kommt von einem kleinen Ausflug mit seiner Süßen, dann, ja dann würde er sich sehr freuen über MitradlerInnen, die ihn entlang der 48-Kilometer-Strecke mit ihren 1400 Höhenmetern begleiten. Los geht´s

am Donnerstag, 22.April 17:00, Reithalle Offenburg

und zur Sicherheit bittet Grillo Euch, ihn vorher noch mal anzusimsen unter: 0170-1801054. Und für diejenigen, denen dieser Termin nicht passt, gibt´s schon zwei Tage darauf die nächste Gelegenheit zum betreuten Biken: Schon wieder ist es der Grillo, der sich an der 63-Kilometer-Strecke mit ihren 1800 Höhenmetern versuchen will:

Achtung TERMINÄNDERUNG:

Start am Samstag, 24. April 13:00, Reithalle Offenburg

bzw. 13:15 Sportplatz Rammersweier

Das gilt aber nur, wenn es nicht regnet. Wer noch keine 63k in den Beinen hat, braucht sich trotzdem nicht zu drücken. Wie Grillo völlig zu Recht bemerkt, kann man ja zum Beispiel auch nur bis zum Fritscheneck mitfahren und dann abrollen, sodass man wieder etwa auf obige 48k mit 1400 Höhenmetern käme. Aber was schreibe ich mir hier eigentlich die Finger wund. Am Ende sind es ja doch wieder nur die ganz Tapferen, die in an diesen beiden Terminen die Ehre des Teams hochhalten werden – oder?

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