Nachlese zur Challenge 2011

Da fehlt doch was – mag sich manch einer gesagt haben, als er unsere letzte Bildergalerie zum Rennen 2011 gesehen hat. Und in der Tat hat nicht nur unser Holgi fleißig vom Straßenrand fotografiert, sondern auch Papa Pille. Auf dem Arm Tochter Friederike und in der anderen Hand die Kamera hat er es geschafft, nicht nur bei Start und Ziel dabei zu sein, sondern zwischendurch auch noch ´mal eben zum Brandecklindle hoch zu düsen, wo er so manch einem noch den letzten Kick gegeben hat. Danke dafür – Pille! Und hier sind Deine Bilder:

Zurück aus der Sommerfrische hat auch die Abteilung Buchhaltung inzwischen ihre Hausaufgaben gemacht. Soll heißen, dass der Michel versucht hat, die Daten aller unserer 17 FahrerInnen festzuhalten, die bei der Challenge 2011 dabei waren. In alphabetischer Reihenfolge waren das: Achim, Daniel, Frank, Gerardo, Grillo, Jost, Kai, Leon, Manu, Marcel, Mario, Michel, Philipp, Silvio, Takis, Uli und Walter. Applaus, Applaus, Applaus. Auf den folgenden Bildern seht ihr sowohl die Zeiten aus 2011, als auch die aus den Vorjahren. Außerdem bereiten wir gerade eine “Hall of Fame” vor, in der ALLE unsere FahrerInnen, Fans und Unterstützer gewürdigt werden sollen. Falls Ihr dazu Eure Schnappschüsse beitragen wollt, schickt sie doch einfach dem Michel an die bekannte Adresse. Jetzt aber erst Mal die versprochenen Ergebnisse:

Für alle, die diesmal nicht dabei sein konnten, haben wir hier auch noch einen schönen Link gefunden: bikeholic1 (was immer sein richtiger Name sein mag) ist nämlich die 48-Kilometer-Strecke mit einer Helmkamera gefahren und hat die 14-minütige Aufnahme ins Internet gestellt. Leider konnte der Michel sie hier nicht einbetten, deshalb müsst ihr Euch zu YouTube durchklicken, und das ganze unter http://www.youtube.com/watch?v=2gHdkfs_JCs anschauen.

Radeln vertreibt Depressionen

Mountainbiken im Frühling - Ein tolles Antidepressivum

Jutta, Olaf und Michel, die am vergangenen Sonntag durch den dunklen Tann und die duftenden Obstwiesen gestrampelt sind, um schließlich auf Schloss Staufenberg mit Riesling und Flammkuchen die grandiose Aussicht zu genießen haben´s gleich gemerkt: Diese Aktion hat Spaß gemacht und schreit nach einer Wiederholung. Und wie zur Bestätigung flattert uns da eine Pressemitteilung der Universität Freiburg ins Haus, die wir hier gleich ´mal präsentieren wollen:

Ausdauersport wie Radfahren, Joggen oder Schwimmen hilft bei wiederkehrenden Depressionen. Jedenfalls berichten Sportlerinnen und Sportler immer wieder davon, dass sich ihre Stimmung durch Ausdauersport aufhellt und stabilisiert. „Auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Ausdauersport einen antidepressiven Effekt bei gesunden Menschen hat“, bestätigt Dr. Tobias Freyer von der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. „Auch bei depressiven Patienten gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Studien, welche antidepressive Effekte von sportlichen Interventionsprogrammen suggerieren.“

Manche Forscherinnen und Forscher argumentieren sogar, dass Ausdauersport pharmakotherapeutischen Behandlungen gleichwertig, wenn nicht überlegen sei. „Diese Aussagen sind sehr vorsichtig zu beurteilen“, sagt Dr. Freyer, häufig würden diese Studien wichtige wissenschaftliche Standards nicht erfüllen. Allerdings gebe es Hinweise darauf, so Dr. Freyer, „dass körperliches Training eine bessere Wirksamkeit bei leichten und moderaten depressiven Episoden hat und eine schlechtere bei schweren depressiven Episoden.“ Und: „Das Alter der Patientinnen und Patienten scheint keinen Einfluss zu haben. Es existieren positive Studienergebnisse für alle Altersgruppen.“

Leichtsinnig, aus dem Bauch heraus und höchst unwissenschaftlich übersetzt der Michel den vorherigen Absatz mal mit: “Wenn Ihr mies drauf seid, geht radeln. Wenn Ihr richtig Scheiße drauf seid, geht zum Arzt”, um nun wieder dem Mediziner das Wort zu überlassen:

Die genauen antidepressiven Wirkmechanismen von Ausdauersport sind zwar noch weitgehend unbekannt, aber wahrscheinlich gibt es viele Ursachen dafür: angefangen bei einer erhöhten Zuwendung durch Therapeutinnen und Therapeuten oder Mitpatientinnen und Mitpatienten während eines strukturierten Trainingsprogramms, einer Förderung der Sozialkontakte und der sozialen Interaktionsfähigkeit, weil sich mit der körperlichen Leistungsfähigkeit auch das Selbstbewusstsein verbessert, bis hin zu einer veränderten Ausschüttung von Hormonen wie Cortisol oder einer Veränderung von neuronalen Prozessen. So konnten jüngst etwa Forscher der Universität Tübingen nachweisen, dass der Nervenwachstumsfaktor BDNF, der bei depressiven Patientinnen und Patienten zu niedrig ist, bei Ausdauersport verstärkt ausgeschüttet wird.

Das ist gut. Die Sache mit der “erhöhten Zuwendung durch Therapeutinnen und Therapeuten oder Mitpatientinnen und Mitpatienten während eines strukturierten Trainingsprogramms”. Also mit uns Radlkollegen. Ob wir uns dabei als Therapeuten oder als Patienten fühlen müssen wagt der Michel zu bezweifeln, aber ein geiles Gefühl isses schon, wenn der BDNF durchs Hirn strömt … Erkenntnisse, welche Sportart am besten gegen Depressionen hilft, gibt es laut Dr. Feyer übrigens nicht: “Ob nun Ausdauertraining besser als Krafttraining oder Radfahren besser als Laufen ist – bislang konnte kein überlegenes Verfahren identifiziert werden“, sagt er und rät: Einfach ausprobieren, was für einen selbst am besten ist!

Der letzte Schwarzwald-Kavalier

Auch wenn er gestern zu unserem Entsetzen nicht in der Liste der Ankömmlinge beim Trans Schwarzwald Mountainbike-Marathon stand: Die Gerardo-Saga geht weiter. Es folgt der Bericht unseres Sonderkorrespondenten Grillo:

(Freudenstadt, 16.8.) Leider konnte unser Held am zweiten Tag seine persönliche Erfolgsgeschichte nicht weiterschreiben. Strömender Regen, sibirische Temperaturen und ein extrem schweres Geläuf waren Neuland für ihn und so entschied er sich, den ersten Teil der Etappe besonnen und mit Luft nach oben anzugehen. So war er recht schnell Letzter und trieb das Feld vor sich her. Gerade, als er beginnen wollte wie am Vortag die ersten Teilnehmer sich zu holen trat eine Schwäbin auf den Plan, die drauf und dran war aufzugeben. „Was tun?“, diese Frage stellte sich nur kurz und anstatt die gute Frau im Wald zurück zu lassen, sie der Kapitulation vor Nässe, Kälte und einer unbarmherzigen Streckenführung zu überlassen meinte er nur kurz „Aufgegeben wird nicht“ um fortan ihr sein Hinterrad zu geben. Und so meisterten sie gemeinsam den Weg durch den dunklen Tann, frierend, schlammig bis in die Haarspitzen und nass bis auf die Haut.

So schoben sie ihre Bikes durch knöcheltiefen Matsch die aufgeweichten Rampen hoch, die schon in trockenem Zustand fast unfahrbar sind und nahmen gemeinsam Abfahrten die mehr an Eiskanal denn an Radfahren erinnerten. Und so kam es, dass sie am letzten Versorgungspunkt 20 min über der Durchgangzeit für den letzten Teilnehmer waren und die Orga den beiden die Startnummer abnehmen wollten. Schließlich wollte die Polizei nicht ewig Straßen sperren, Kreuzungen bewachen, wollten die Organisatoren nicht erst spät in der Nacht die Strecke wieder freigeben. Und auch hier zeigte sich unser Gerardo wieder heldenhaft, lies er es doch nicht zu, dass dieses Abenteuer so früh und so jäh für die beiden enden sollte. Er weigerte sich seine Nummer herzugeben und bestand darauf den Transschwarzwald zu finishen. Wie das die Orga bewerkstelligen könnte ist ihm egal, er will an den Feldberg und sein Finisher-T-Shirt. Zur Not fährt er jetzt weiter, die letzten 600 Hm schafft er auch noch. Sollen sie doch Überstunden machen, er hat dafür bezahlt.

Wer ihn kennt ahnt, wie verbissen die Verhandlungen geführt wurden und wie unangenehm das für die Trans-Schwarzwälder gewesen sein muss. Nach einiger Diskussion einigte man sich darauf, dass die Polizei jetzt Feierabend machen darf, die Orga die Wege wieder freigeben kann und der Besenwagen die beiden ins Ziel bringt. Zeit ist die des Letzten plus eine halbe Stunde aber die Tour geht für beide weiter. Und so traf ich ihn am Massenlager in der Turnhalle in Freudenstadt, noch im Dress und mit Helm auf, etwas zerknirscht, etwas gefrustet und ziemlich k.o.. Aber Gerardo wäre nicht Gerardo, wenn er deswegen auch nur einen Gedanken ans Aufgeben verschwenden würde. Wenn er nur für den Bruchteil einer Sekunde die Brocken hinwerfen wollte. „Morgen sind es nur 1400 Höhenmeter und Mittwoch schaff ich auch irgendwie. Und wenn ich Mittwoch geschafft hab, dann komm ich auch an“. Wenn der das sagt, dann ist das in Stein gemeißelt. Der hört nicht auf, weil er nicht aufgeben kann. Und deshalb zieht der das Ding durch. Das Einzige, was ihn stoppen kann sind Krämpfe oder ein kaputtes Rad.

Aber gekrampft hat er eigentlich noch nie. Gerardo, wir sind stolz auf Dich!

Loblieb vom einsamen Helden

Voll krass, dieser Gerardo. Noch keine drei Jahre ist es her, dass er sich ein Mountainbike gekauft hat, und jetzt fährt er mit bei der Trans Schwarzwald 2010. Wer glaubt, dass er beim Offenburger Rennen Großes geleistet habe, weil er 30, 42 oder auch 65 Kilometer durchgehalten hat, sollte sich mal die Streckeninfo ansehen. Am ersten Tag ging es von Sasbachwalden nach Bald Wildbad. 73 Kilometer und 2480 Höhenmeter. Nach fünf Stunden und acht Minuten war Gerardo im Ziel mit einem Schnitt von 14,5 Km/h – und hat dabei ein halbes Dutzend Leute abgehängt. Ganz zu schweigen von denen, die bei diesem Pisswetter gar nicht erst angetreten sind oder es nicht ins Ziel geschafft haben. Dominik Bloesch, der uns auch schon ´mal bei unseren Ausfahrten beehrt hat, und dem wir ebenfalls kräftig die Daumen drücken, kam übrigens auf Platz 18 in der Gesamtwertung. Seinen Schnitt von über 25 km/h bei diesen Bedingungen erreicht wohl manch einer von uns Normalradlern nicht einmal, wenn man die Berge wegplanieren würde.

Wie es gestern beim Rennen aussah, zeigen einige Bilder zum Event von A. Küstenbrück und die Daily News des Veranstalters. Und während Beate und Grillo als Minidelegation unserer Truppe nach Freudenstadt gefahren sind, um Gerardo anzufeuern, warten wir hier im halbwegs sicheren Flachland noch gespannt auf das Ergebnis der zweiten Etappe. Die ging heute, wo man keinen Hund vor die Tür schicken würde, von Bald Wildbad bis Freudenstadt. 76 Kilometer mit 2700 Höhenmetern. Wahrscheinlich auch noch stromaufwärts und immer gegen die fiesen Sturmböen, die der Wetterdienst vorher gesagt hat.

Wer diese Geschichte mitverfolgen will, sollte in dieser Woche noch ´mal reinschauen, den wir wollen weiter von unserem einsamen Helden berichten. Außerdem könnt Ihr Euch bei Facebook einklinken, die Tweets reinziehen des Teams von Bull oder auch die Zeitschrift Mountainbike besuchen, die eine eigene Seite zum Event eingerichtet hat. Und im Fernsehen wird es eine einstündige Zusammenfassung geben bei Sport1 (ehemals DSF) am Mittwoch, dem 25. August um 17.30 Uhr und (als Wiederholung) am 28. August um 10:15.

Weitere Informationen:

Verdammt lang: Die 5-Türme-Tour

Und es war mal gerade kurz Sommer. Zufrieden und verschwitzt saßen wir bei einem großen Radler im Gifiz-Biergarten und gönnten unseren bleichen Leibern einige Sonnenstrahlen. Gerade hatten wir mit meiner Schwägerin, ihrem Mann und einer blonden Gazelle namens Bianca die 63er bis Bildeiche gemacht (bei allen dreien die zweite Tour dieses Jahr!) als Gerardo in seiner subtilen Art das Gespräch nochmals auf die letzt samstägliche Vier-Türme-Tour lenkte und mehr oder weniger willenlos die Erweiterung der Tour um Turm Nummer 5, den Geigerskopf vorschlug. Und wie üblich in so einem Fall schickte er noch sein typisches „Wir können für den Marathon in Neustadt ein Team melden“-Lachen hinterher, was so viel bedeutet wie: kommt ja eh nicht zustande. Wie das Team für Neustadt eben.

Ich nahm einen großen Schluck, schaute in sein grienendes Gesicht und sagte: “Jaja Gerardo, schon recht.“ Am Abend begann ich aber zu rechnen. Fünf Türme mit Heimfahrt über Vogt vom Mühlstein und Schwaibacher Eckle minus Urselstein plus Heidenknie und Schloss Staufenberg, wie viel macht denn das? Heraus kam eine Zahl die mir schmerzhaft aber machbar schien. Scheiße, was nun? Ich begann die Pros und Cons zusammen zu tragen:

  1. die verbleibende Zeit bis zur Niederkunft
  2. die Wahrscheinlichkeit des entscheidenden Anrufs während der Tour. „Du Grillo, wo bist Du? Ich glaub es geht los.“ – „Halt aus Schatz, ich brech sofort ab und komm heim, in zwei Stunden bin ich da.“
  3. und vor allem der entscheidenden Frage: wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich fasste allen Mut zusammen, ging aufrecht mit geschwellter Brust zu meiner hochschwangeren Frau und fragte devot, ob ich Sonntag ne längere Radtour fahren dürfte. Ein süß-saures Lächeln garniert mit einem Hauch genervt waren die Beilage zum „von mir aus“. Noch einen großen Löffel „komm aber nicht so spät heim, dass wir vorm Australienspiel noch Essen können“ drüber und fertig war der Sonntagsbraten.

Ich ging ins Bad, nahm die erste Magnesiumtablette um den Spiegel wieder hochzufahren und rief Gerardo an. „Nächsten Sonntag, fünf Türme, Start spätestens halb neun.“ Kein betretenes Schweigen, kein trockenes Schlucken, nicht mal den Ansatz eines „Mist, was hab ich mir da schon wieder eingebrockt“ nur ein heißeres „Gut, wer fährt noch mit?“ biss sich durch den Hörer. Und so entstaubte ich meinen Trinkrucksack, kaufte teure Power-Bars und Bananen, nahm jeden Morgen brav mein Magnesium um einmal von diesen Scheiß-Krämpfen verschont zu bleiben. Ich ging sogar so weit am Abend vor der Tour zum perfekten Rumpsteak nur ein einziges kleines Bier zu trinken und den Williams Christ durch Tabletten gegen Krämpfe zu ersetzen! Um halb elf lag ich im Bett.

Zur gleichen Zeit ging Gerardo in den Spitalkeller und setzte sich dort an die Kasse. Die Sau! Vier Stunden später trollte er sich heim und nochmal vier Stunden später stand er wieder auf, um die bis dato größte Radtour anzugehen. Pünktlich halb neun stand er bei mir auf der Matte, aufgebretzelt und schon warm gefahren. Die coole Sau! Wir gingen es an, mit der Prämisse in jedem Fall die fünf Türme uns zu holen und alles weitere als Zugabe zu mitzunehmen.

Zuerst hoch auf’s Horn, dann schnell ´rüber zum Brandeckturm. Von dort auf die Challengestrecke über’s Heidenknie runter nach Durbach und die Wand zum Schloss hoch. Rechts rüber zum Hummelswälder Hof, kurz dahinter links weg zum selten besuchten Geigerskopf. Riegelpause nach 960 hm. Ab hier auf der 84er die Trails zur Bildeiche hoch, den Kandelweg bis Ofenloch-Hütte, die 23 %-Rampe Richtung Michelsbrunnen und um den Moosturm rum. Bärenweg, Ramsbacher und Ibacher Holzplatz, Schäfersfeld. Mittagspause am Löcherbergwasen mit 1500 hm auf der Uhr. Von hier ausnahmsweise mal nicht über den Urselstein zur Littweger Höhe sondern flach rüber zur Hark. Körner sparen für den Rest.

Westweg weiter Richtung Brandenkopf wo wir an der Kreuzsattelhütte (mit dem gefühlt besten Kuchen des Schwarzwaldes) einen alten Bekannten auflasen, der uns alsbald für den Rest der Strecke begleitete. Hoch auf 950 m zum letzten Turm der Tour wo leichte Nebelschwaden durch die Bäume zogen. 5 Türme-geschafft. 1950 hm. Und hier ist der Beweis:

Singletrail runter nach Roth und auf dem unteren steilen Asphaltabschnitt so richtig schön zügig links an zwei Autos vorbei. Sonntagsfahrer! Schwarzer Adler, Oberharmersbach. Noch früh genug am Tag, kurzer Anruf daheim – alles gut. Auffahrt zum Vogt vom Mühlstein, auf der anderen Seite runter nach Nordrach, wo sich die Heimfahrt klären sollte. Links kräfteschonend über’s Schwaibacher Eckle oder rechts zum Abschluss nochmal steil auf die Kornebene hoch.

Ich schau Gerardo in die Augen und sag fies: “Ich schaff noch die Kornebene. Was meinst Du?” Und er sagt: “Dann fahr ich das auch.” Ich im Spaß: “Vielleicht nochmal Moosturm dazu?” und er wieder: “Dann mach ich das auch. Du fährst keinen einzigen Höhenmeter mehr als ich. Weißt Du doch.” Und dieser Blick und dieses Lächeln sagen mir dass er das auch genauso meint. „Wenn Du die 3000 hm voll machst, dann bin ich dabei. Und wenn Du 100 km fährst, dann bin ich auch dabei. Egal was Du fährst, ich fahr’s auch.“ Braucht er nicht zu sagen, ich weiß es auch so. Diese obercoole Sau! Die letzten Meter zur Kornebene sind wir dann noch im Wahn gesprintet, was dem Aufgelesenen ein lapidares “Ihr seid Masos” abverlangte. Halb sechs, ohne Pause wär der Moosturm jetzt über 600 hm am Stück und die mahnenden Worte der Gattin im Ohr entscheiden wir uns ab hier zum entspannten Abtrailen über den Querweg Gengenbach-Alpirsbach. Daheim angekommen sind es 95 km Strecke, fast 2700 hm und 7 Std Fahrtzeit. Grillen, Fussball, Deutschland gewinnt – alles gut. Jetzt ist Babypause für mich und Gerardo macht seinen Trans-Schwarzwald. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Challenge 2010 – erste Fotos

Danke an alle, die dabei waren – leibhaftig oder im Geiste

Alle Fahrer sind heil angekommen, trotz Matsch. Barbaras Pasta hat uns über die Berge gelupft und Elke mit ihren begnadeten Gastro-Amateuren uns  nach dem Rennen wieder aufgerichtet. Und hier sind, wie versprochen die ersten Bilder unseres Teams und unserer Fans von der Worldclass Marathon Challenge 2010 in Offenburg.


Wer weitere Schnappschüsse gemacht hat und diese hier posten will, möge seine Shots bitte an mtb[a]michaelsimm.de schicken. In der Zwischenzeit fährt das halbe Team gen Süden ins Trainingslager und Anfang Juni werden wir dann wohl auch die gefahrenen Zeiten nachreichen. Sie waren nicht alle wirklich “Worldclass”-mäßig, so viel sei schon ´mal verraten. Aber Hauptsache wir waren dabei und haben einmal mehr unseren Spass gehabt…


The Final Countdown

Hurrah, es gibt mal wieder eine gute Nachricht: Die Pasta-Party ist gesichert, und alle, die zugesagt haben, mögen sich doch bitte bei Barbara in Ichenheim einfinden am morgigen Samstag um 18:30. Schön wäre es, wenn zu all den anderen Leckereien, die uns dort erwarten, noch ein paar Salate der grünen Art hinzukämen – dann sähe das Ganze noch schöner und gesünder aus. Also guckt doch mal in Euren Garten und bringt mit, was die Schnecken noch nicht gefressen haben ;-)

Zur Not kriegen wir wohl auch noch den einen oder anderen abgefüttert, der sich spontan für diesen kulinarischen Event entscheidet.

Ja und dann? Dann tanken wir die Kraft und die gute Laune, die wir am Sonntag, dem 16. Mai brauchen werden, um durch den Matsch zu pflügen.

Die Startzeiten für das Rennen sind:

  • 09:00 für die 63 Kilometer (Gerardo, Grillo, Uli, Martin & Michel)
  • 09:30 für die 48 Kilometer und (Pille, Frank, Takis & Holger)
  • 10:00 für die 32 Kilometer-Strecke (Marios Premiere in unserem Team!)

Los geht´s mit großem Tamtam vor dem Rathaus Offenburg. Aber ob Ihr unsere Leibchen noch erkennen werdet, wenn wir das Riedle hochschnuffen, weiß der Geier.  Auch wann wir angesichts der schlammig-schmuddeligen Bodenverhältnisse an der dortigen Verpflegungstation ankommen werden, ist ein Ratespiel.

Wir wagen trotzdem eine optimistische Schätzung – natürlich ohne Gewähr:

  • 11:30 Mario
  • ab 11:40 Pille, Frank, Takis & Holger
  • ab 12:10 Uli & Martin
  • ab 12:20 Grillo & Gerardo sowie
  • gegen 12:40 der Michel, der den Besenwagen macht.

Nochmals an die 30 Minuten später sollten die Fahrer dann wieder im Ziel sein, und alle, die dabei waren können sich wie in den Vorjahren vor dem Café Dreher / Laufsteg (Rückseite des H&M-Gebäudes, Markstr. 84) ihre Heldentaten erzählen, sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, die Elektrolyte wieder auffüllen und befinden: Geil war´s. Dann werden wir uns entschmuddeln und die Bäuchlein waschen, um Elke & Sebastian, Doreen & Wurm nicht zu erschrecken.

Bei denen dürfen wir nämlich (so ab 15:00?) im Tennisclub Offenburg, Wilhelmstr. 41 zu Gast sein und die frisch gewaschenen Bäuchlein wieder auffüllen. Ab 16:00 gibt es jede Menge Fleisch vom Holzkohlegrill – je nach Wetter drinnen oder draußen serviert und außerdem natürlich noch mehr Elektrolyte.

Für das Essen sind keine separaten Anmeldungen erforderlich. Und natürlich sind auch alle Team-Fans und FahrerInnen willkommen, die ein wenig gute Laune mitbringen, auch wenn ihnen die Hügel des Schwarzwaldes und die Steigung des Riedles in diesem Jahr zu gewaltig waren. Denn Konfuzius hat gesagt:

“Der Weg ist das Ziel”

Laotse wusste:

“Auch eine Strecke von 63 Kilometern beginnt mit einem einzigen Schritt”

Sepp Herberger mahnte:

“Der nächste Höhenmeter ist immer der schwerste”

Wir meinen:

“Dabei sein ist Alles”

Deshalb bedauern wir auch Alle, die diesmal verhindert waren. Wir hoffen, Euch bald wieder zu sehen. Und vor allem sagen wir wieder einmal ein kräftiges “Danke” allen Unterstützern unseres Mountainbike-Team 361 Grad!


Piraten-Rock & Pasta-Party

Es ist Sonntag und es regnet nicht. Also ab in den Wald. Zuvor aber noch ein ganz großes DANKE an DJ Pirat für den Schalldruck bei der Spezial-Bikebar. Unser Dank gilt auch all den Gästen, die gestern Abend im Spitalkeller mit uns gefeiert und für einen guten Zweck (nämlich uns) gebechert haben.

Inzwischen haben sich immerhin zehn Fahrer für die Mountainbike-Challenge am Sonntag, dem 16. Mai angemeldet, die dort unsere grünen Leibchen tragen und für das Team 361 Grad fahren werden. Letztes Jahr waren wir mehr, aber in diesem Jahr gab es ja auch jede Menge gute Ausreden. Für alle Zögerlinge, Last-Minute-Bucher, Kranke, Diesmal-nicht-Mitfahrer und Trotzdem-Fans haben wir diese Ausreden hier gesammelt. Ihr könnt sie völlig umsonst und unverbindlich herunterladen oder auch ausdrucken und ausschneiden ;-)

  • eine kleine Zwischeneiszeit hat uns am Training gehindert
  • zwei Euro pro Kilometer sind ganz schön viel Geld
  • wir brauchen noch keine Stützstrümpfe
  • es gibt kein neues Team-Trikot
  • das Wetter ist schlecht
  • das Fahrrad ist geklaut
  • ´s Knie isch hie
  • der Zeh steht in die Höh
  • der Knöchl hat e Löchl
  • die Fresse ist dick
  • wir sind schwanger
  • ich muss mein Boot reparieren
  • ich hab keine Mauke
  • ich will Gerardos Staub nicht fressen
  • die Banken sind schuld
  • die Griechen sind schuld (außer Takis, natürlich)

Doch es kommt noch besser: Weil man von Ausreden nicht satt wird, haben wir uns nach reiflicher Überlegung entschieden, der Krise zu trotzen und – Barbara sei Dank – auch in diesem Jahr eine Pasta-Party anzubieten! Die wird statt finden am kommenden Samstag in Ichenheim und alle, die sich dem Team verbunden fühlen und den Spott unseres knappen Dutzends Trotzdem-Fahrer nicht scheuen, sind herzlich dazu eingeladen.

Als kleiner Vorgeschmack hier ein paar Bilder vom letzten Jahr:


Die schlechte Nachricht lautet: Unser Antrag bei der Europäischen Zentralbank, uns aus Steuermitteln einen zinslosen Kredit über 130 Milliarden Euro mit unbegrenzter Laufzeit und auf Kosten der Steuerzahler zu gewähren, wurde leider abgelehnt. Deshalb müssen wir Euch diesmal pro Nase 7,50 Euro abknöpfen und bitten außerdem darum, Barbara ein wenig unter die Arme zu greifen. Wer kommen mag, sollte sich unbedingt bis Mittwoch mit Mama Pasta in Verbindung setzen, damit wir planen können und auf dem Tisch nicht 15 Mal Spagetti Bolognese steht…

Finanzminster Schäuble würde Euch sicher herzlich danken für Euren Solidarbeitrag zur Sicherung unserer gemeinsamen Zukunft.

Wir dagegen freuen uns einfach, Euch am Samstag bei der Pasta-Party und am Sonntag an der Rennstrecke zu sehen!

100 Kilometer in drei Tagen

“Mal sehen ob ich das noch schaffe”, hat er gesagt, der Grillo. Wenn er nämlich rechtzeitig zurück kommt von einem kleinen Ausflug mit seiner Süßen, dann, ja dann würde er sich sehr freuen über MitradlerInnen, die ihn entlang der 48-Kilometer-Strecke mit ihren 1400 Höhenmetern begleiten. Los geht´s

am Donnerstag, 22.April 17:00, Reithalle Offenburg

und zur Sicherheit bittet Grillo Euch, ihn vorher noch mal anzusimsen unter: 0170-1801054. Und für diejenigen, denen dieser Termin nicht passt, gibt´s schon zwei Tage darauf die nächste Gelegenheit zum betreuten Biken: Schon wieder ist es der Grillo, der sich an der 63-Kilometer-Strecke mit ihren 1800 Höhenmetern versuchen will:

Achtung TERMINÄNDERUNG:

Start am Samstag, 24. April 13:00, Reithalle Offenburg

bzw. 13:15 Sportplatz Rammersweier

Das gilt aber nur, wenn es nicht regnet. Wer noch keine 63k in den Beinen hat, braucht sich trotzdem nicht zu drücken. Wie Grillo völlig zu Recht bemerkt, kann man ja zum Beispiel auch nur bis zum Fritscheneck mitfahren und dann abrollen, sodass man wieder etwa auf obige 48k mit 1400 Höhenmetern käme. Aber was schreibe ich mir hier eigentlich die Finger wund. Am Ende sind es ja doch wieder nur die ganz Tapferen, die in an diesen beiden Terminen die Ehre des Teams hochhalten werden – oder?

Tour für Frühaufsteher

10:00 ? Frühaufsteher? Wie geht das denn zusammen? Nun, wenn ein freier Journalistenmensch wie der Michel 10:00 hört, dann denkt er natürlich zuerst “Oh Mann, muss das denn so früh sein?” Aber im Gegensatz zu Euch hat der Michel ja eine prima Ausrede, denn seine Nase wurde gerade wieder eingerenkt und mit seiner “Hackfresse” – wie Barbara das so poetisch ausgedrückt hat – ist er zunächst mal außen vor.

Ihr aber, Ihr glücklichen potentiellen Frühaufsteher werdet sicher belohnt mit Vogelgezwitscher & zartem Frühlingsgrün, mit Blütenpracht und Pollenflug, mit Sonnenschein und bis zu 19 Grad, mit Glückshormonen, schönen Aussichten und eben dem vollen Programm. Dazu gibt es reichlich Grillogequatsche und Gerardogebrummel, denn diese beiden werde Eure Guides sein, wenn ihr es tatsächlich schaffen solltet

Samstag, 17. April, 10:00, an der Reithalle Offenburg

zu sein. Mehr zu sagen braucht man nicht, außer vielleicht dass die Reithalle Offenburg und der Sportplatz Rammersweier zwei paar Schuhe sind und dass die beiden wohl an die 48er-Strecke gehen wollen (ohne Gewähr, im Zweifelsfrei nachfragen).

Alsdann viel Spaß, fahrt vorsichtig, tragt Eure Helme und fallt nicht auf die Fresse, denn dann würde der Helm ja nichts nutzen, gelle?

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